Aktuelles

  • In Köln ist am 26. November 2004 mit Unterstützung der Imhoff Stiftung das Projekt “Hochbegabtenförderung in Schwerpunktkindergärten” mit zwei Kölner Kindertagesstätten gestartet.


  • Übersicht über die Aktivitäten des Instituts in Köln
  • Für Februar 2005 ist ein weiterer Zertifikatskurs “Hochbegabtenförderung im Vorschulbereich” für Kölner Erzieherinnen und Erzieher geplant. Der nächste Kurs für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die nicht in Köln arbeiten, beginnt voraussichtlich Ende 2005 in Dortmund. Für diese Kurse können Sie sich jetzt anmelden oder vormerken lassen.
  • Bei der 1. Kölner Fachtagung “Hoch begabte Kinder schon im Kindergarten fördern – Ideen und Erfahrungen aus der Praxis” am 25.09.04 präsentierten und diskutierten Erzieherinnen und Erzieher aus NRW ihre bisherigen Erfahrungen und Konzepte zur Hochbegabtenförderung in Kindertageseinrichtungen. Diese Tagung wurde von rasierertest.com.de unterstützt. In den Beiträgen wurden Kleingruppen-Projekte, Projekte auf Gruppen- und auf Kindergartenebene beschrieben und reflektiert, es wurden Erfahrungen aus Elterngesprächen dargestellt und einzelne Kinder und ihre Förderung und Entwicklung beschrieben. In Kleingruppen wurde zu den Themen “Verhaltensauffälligkeiten und Wege zu ihrer Überwindung” und “Forderungen an die Bildungspolitik” gearbeitet.
    Die 2. Kölner Fachtagung wird für den 21. Mai 2005 geplant.
  • Das Projekt “Hochbegabtenförderung in Schwerpunktkindergärten” läuft erstmalig in Remscheid (Oktober 2003 – März 2006). Weitere Projekte sind für 2005 geplant. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.
  • Große Resonanz fand die Öffentliche Veranstaltung am 1.7.04 in Köln unter dem Thema “Vier Jahre alt und hoch begabt – was kann der Kindergarten tun?”
    Veranstalter waren das Institut zur Förderung hoch begabter Vorschulkinder und Imhoff Stiftung Köln.
    98 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hörten Vorträge zum Thema sowie das Grußwort der Imhoff Stiftung. Erzieherinnen aus den Zertifikatskursen stellten in einem Markt der Möglichkeiten ihre Erfahrungen und Konzepte für Förderung im Kindergarten vor. Zwei Kölner Grundschulen aus dem Projekt Hochbegabtenförderung und eine Grundschule aus Houverath präsentierten ihre Förderkonzepte für hoch begabte Grundschüler. Die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) machte die Besucher mit ihrem Programm und einem Spielkreis für hoch begabte Kinder bekannt. Auch in Erlangen gibt es mit dem Programm der FAU eine neue Hochbegabtenförderung.

 

Das Institut wurde gegründet, weil die Situation kognitiv hoch begabter und weit überdurchschnittlich begabter Kinder im Kindergarten verbesserungswürdig ist. Dies betrifft insgesamt etwa 15 Prozent eines Jahrgangs, also etwa jedes 7. Kind. Um zu einer Verbesserung beizutragen, bietet das Institut Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Kindergarten-Teams an.

Dreh- und Angelpunkt für alle inhaltlichen und methodischen Überlegungen sind die Spiel- und Lernbedürfnisse überdurchschnittlich und hoch begabter Kinder – insbesondere ihre emotionalen, sozialen und kognitiven Bedürfnisse.

Ein besonderes Anliegen des Instituts ist es, dazu beizutragen, dass hoch begabte Kinder unabhängig vom Einkommen und Bildungsstand ihrer Eltern frühzeitig erkannt und durch den Kindergarten angemessen gefördert werden.

Pädagogische Fachkräfte können in den Fortbildungen des Instituts lernen, diejenigen Kinder angemessener als bisher zu fördern, bei denen die folgenden Eigenschaften und Fähigkeiten weit überdurchschnittlich ausgeprägt sind:

  • Freude an geistiger Tätigkeit und am Erkennen von Zusammenhängen,
  • forschendes Verhalten und intellektuelle Neugier,
  • schnelle Informationsaufnahme und -verarbeitung,
  • logisches, komplexes, originelles und abstraktes Denken,
  • selbstständiges und kreatives Problemlösen,
  • große Ausdauer bei interessierenden Themen,
  • Wissensdurst,
  • Interesse an Themen, die weit über die Interessen Gleichaltriger hinausgehen,
  • frühe Fähigkeit zu Kritik.

Indem der Blick in den Kursen auf die etwa 3 % hoch begabten Kinder gerichtet wird, werden auch für die Förderung der etwa 12 % weit überdurchschnittlich begabten Kinder wichtige Erkenntnisse und Kompetenzen gewonnen.

Das Institut bietet Einstiegsseminare an, bei denen Erzieherinnen und Kindergarten-Teams “schnuppern” können. Erste Informationen und die Darstellung grundlegender Zusammenhänge der Hochbegabtenförderung ermöglichen es den Teilnehmerinnen, eigene Vorstellungen zu überprüfen und sensibler auf die Bedürfnisse hoch begabter Kinder zu reagieren.

In umfangreichen und vertiefenden Fortbildungen (Zertifikatskurs und Projekt Schwerpunktkindergärten) erarbeiten sich die Teilnehmerinnen ein detailliertes und fundiertes Verständnis für die Spiel- und Lernbedürfnisse der hoch begabten Kinder. Sie entwickeln neue Handlungskompetenzen für die Kommunikation, Integration und Elternarbeit im Bereich Begabtenförderung. Sie entwickeln Konzepte für passgenaue, individualisierte und kognitiv anspruchsvolle Förderung der Kinder in der Gruppe.

Durch eine solche Förderung können früh einsetzende, negative Entwicklungen bei hoch begabten Kindern vermieden werden. Es muss erst gar nicht dazu kommen, dass Kinder aggressiv oder depressiv auf die Dauerfrustration reagieren, die es bedeutet, wenn sie sich sehr oft langweilen oder sich nicht verstanden fühlen. Es muss auch nicht dazu kommen, dass Kinder früh resignieren, ihre Begabungen verbergen und ihr Wohlbefinden nur sichern können, indem sie sich anpassen. Es kann verhindert werden, dass hoch begabte Kinder zu Einzelgängern oder Außenseitern werden, um ihre Identität zu wahren. Hier hat der Kindergarten große Möglichkeiten zur Prävention.

Das Institut verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Entwicklung und Erprobung von Fortbildungskonzepten für den Vorschulbereich zum Thema Hochbegabtenförderung. Der deutschlandweit erste Zertifikatskurs ist von der Institutsleiterin angeregt und konzipiert worden und wird von ihr derzeit als ECHA- (European Council for High-Ability-) Zertifikatskurs in Köln – mit freundlicher Unterstützung der Imhoff Stiftung – erprobt und weiterentwickelt.

Über diese Fortbildungstätigkeit hinaus will das Institut auch dazu beitragen, dass (Hoch-)Begabtenförderung zu einem selbstverständlichen Thema der Vorschulpädagogik wird.

Dies berührt auch den Übergang vom Kindergarten in die Schule. Manche hoch begabte Kinder wünschen sich eine frühe, manchmal sehr frühe Einschulung. Im Zusammenhang mit der jüngsten Schulrechtsänderung (Beratung der Eltern aller Vierjährigen zu Fragen der Schulfähigkeit) wachsen die Möglichkeiten, einen individuell begründeten Einschulungstermin zu finden. Hier ist gerade auch für hoch begabte Kindergartenkinder die Kompetenz der Erzieherinnen stärker gefragt. Hintergrundwissen zur Hochbegabtenproblematik ist nötig, damit sie auch für diese Kinder eine begründete Empfehlung geben und gegenüber Eltern und Schule fundiert vertreten können.

Früheinschulung sollte aber nur eine Möglichkeit sein, das Lernklima für hoch begabte Kinder angenehmer und förderlicher zu gestalten. Ein wichtiger Ansatz zur Verbesserung liegt in den Kindergärten selbst.

Das Institut will mit seiner Arbeit eine Entwicklung unterstützen, die forschendes Lernen im Kindergarten stärker verankert und der kognitiven Förderung endlich einen gleichberechtigten Platz im Rahmen ganzheitlicher Förderung zuweist. Dabei geht es um Entdecken, Erforschen, Verstehen, gemeinsam Knobeln; es geht um kreatives Denken und Handeln, um entwickelte Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten.

Stärkere kognitive Förderung bedeutet auch, dass Erzieherinnen in Fortbildungen neue Kompetenzen entwickeln können, um Vorschulkinder auf ihren Wegen zum Lesen, Schreiben und Rechnen aktiv zu fördern. Das Interesse an diesen wichtigen und nützlichen (Lern-) Werkzeugen gilt es schon im Kindergarten zu wecken und zu pflegen.

Es geht um Anreichern und Durchdringen der Kindergarten-Angebote und -Projekte in kognitiver Hinsicht, es geht um das stärkere Aufgreifen und Würdigen der kreativsten Ideen der Kinder im Kindergartenalltag.

Wichtig ist die Individualisierung von Lernprozessen, wichtig sind aber besonders für hoch begabte Kinder auch positive Gruppenerlebnisse. Sie brauchen dazu auch entwicklungsähnliche – also sowohl deutlich ältere wie auch gleichaltrige, aber hoch begabte – Spielgefährten. Nur so können sie immer wieder die wertvolle Erfahrung machen, dass sie ihre oft komplexen Spielideen gemeinsam mit anderen Kindern erfolgreich umsetzen und sich intensiv über interessierende Fragen austauschen können. Hier sind die Kindergärten gefordert, Konzepte für gelungene Integration zu entwickeln. Gezielte Fortbildung kann ihnen dabei helfen.

Nicht zuletzt ist es ein Ziel der Institutsarbeit, die vereinzelten und verstreuten guten Ideen und Erfahrungen von Erzieherinnen zur Hochbegabtenförderung zu sammeln und Möglichkeiten zur Vernetzung des Engagements zu entwickeln.

  • Team-Fortbildung vor Ort in Ihrem Kindergarten
    Mindestens 4 Stunden sollten Sie dafür einplanen, zum Beispiel einen verlängerten Team-Nachmittag.
    Sie erhalten eine Einführung ins Thema “Hoch begabte Kinder im Kindergarten”, an Beispielen aus der Kindergartenpraxis. Auf Ihre Fragen – auch zu einzelnen Kindern aus Ihrer Einrichtung – wird eingegangen. Der Vorteil dieser Fortbildungsform ist, dass Ihr Team die Fortbildung gemeinsam erlebt.
  • Zertifikatskurs “Hochbegabtenförderung im Vorschulbereich” (Konzept) Dieses Angebot richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher, die sich mit den faszinierenden Möglichkeiten der Hochbegabtenförderung im Kindergarten intensiver auseinandersetzen wollen. Der Kurs läuft über zwei Jahre und ist vom European Council for High Ability (ECHA) anerkannt.
  • Projekt Schwerpunktkindergärten (Konzept)
    Ist Ihr gesamtes Team interessiert? Wollen Sie Ihrer Einrichtung ein neues Profil geben? Möchten Sie mit unserer Unterstützung ein integratives Angebot für hoch begabte Kinder entwickeln? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wir beraten Sie gerne. Dieses Projekt ist vom European Council for High Ability (ECHA) anerkannt.
  • Örtliche und regionale Seminare für verschiedene Träger
    Dieses Angebot richtet sich an Träger von Kindertagesstätten. Wir verfügen über langjährige Erfahrung mit Seminaren für Erzieherinnen zu Hochbegabtenförderung und anderen Themen. Die inhaltlichen Schwerpunkte können abgesprochen werden. Gerne schicken wir Ihnen einen entsprechenden Ausschreibungstext.
  • Fortbildung / Konferenzmoderation für gemeinsame Arbeitstagungen von Kindertagesstätten und aufnehmenden Grundschulen zum Thema: “Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der (Hoch-)Begabtenförderung”
    Vor dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule stellt sich bei hoch begabten Kindern häufig die Frage der Früheinschulung. Intellektuell sehr weit, aber emotional und sozial nicht so weit entwickelt? Wie kann eine verantwortliche Empfehlung aussehen und zustande kommen?
    Diese Fortbildung können Sie als 1-tägiges Seminar in verschiedener Form vereinbaren: als Vorort-Seminar, das wir in Ihrem Kindergarten oder in Ihrer Schule durchführen, oder als gemeinsame Arbeitstagung von Kindergartenteam und Lehrerkollegium. Wir können für Sie die Tagungs-Moderation übernehmen und unser spezifisches Wissen zur Hochbegabtenförderung zur Verfügung stellen.
  • Workshops an Fachschulen für Sozialpädagogik